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Bounty Logbuch
Einleitung

(voll übersetzt)


(Logbuch 1. Dezember 1787)

Letzte Änderung:

DAS OFFIZIELLE LOG DER H.M.S Bounty
KOMMANDIERT VON LT. WILLIAM BLIGH

(Dieses Log wurde täglich vom Sekretär und Kapitänsdiner, John Samuel,
unter der Anweisung des Kommandeurs geführt).
 

Bemerkungen in Deptford


Am 16. August 1787 hatte ich die Ehre von den Kommissaren der Lordschaft der Admiralität die Berufung zum Kommando Ihrer Majestäts Schiffes Bounty, dieses in Dienst zu nehmen und mit äußerster Eile für ihre weite Reise klar zu machen. Das Schiff noch im Dock, konnte ich nicht vor dem 3. September, als der Rumpf längsseits genommen wurde, beginnen.

Nach einer Eingabe meinerseits wurden am 4. September die niedrigeren Masten entnommen und gekürzt, und die Rahen der unteren und oberen Segel wurden entsprechend meiner Bitte am Ufer gestutzt.

Am 9. Oktober war ich fertig beladen mit Proviant für 18 Monate und fuhr mit einem Lotsen an Bord nach Longreach wo mir die Waffenausrüstung, vier bewegliche Vierpfünder (Kanonen) und 10 schwenkbare Kleingeschütze, nebst der nötigen Anzahl an Kleinwaffen, gebracht wurden.

Am 15.November, bevor ich die „Downs“ erreichte, weil es mir wegen Gegenwind bis zum 4. November nicht möglich war meine Befehle auszuführen, ging ich nach viel schlechtem Wetter bei Spithead vor Anker. Unter dem Kommando von Lord Hood.

Am Samstag den 24. November gab mir Lord Hood meine endgültigen Befehle (Datiert 20.) [werden noch übersetzt] in See zu stechen. Jetzt stellte ich den Antrag meinen Leuten ihren 2 monatigen Vorschuss zu bezahlen, was am 28., als wir Anker hoben stattfand, bevor wir am folgenden Morgen mit Südwind St. Helens erreichten, wo wir ankern mussten.

Am folgenden Morgen, dem 30. November, ging ich wieder unter Segel. Obwohl der Wind ungünstig aus Süden wehte, ermutigte mich das moderate Wetter zu versuchen was machbar ist, weil ich ungeduldig war den Kanal herunter zu kommen. Mittags beobachtete ich Längengrad 50°44′ N als Selsby Bill 3 Leagues ESE. lag und Chichester Church NEBE½E.

Ich habe versäumt zu erwähnen, dass Sir Joseph Banks befohlen hat, dass mir als Hilfsmittel für diese Reise einer von Mr. Larcum Kendals Zeitmessern zur Verfügung gestellt wird.

Sein Fehlgang zur Greenwich Mean Time, als ich ihn am 19. Oktober mittags bekommen hatte, war 0′27″.5 zu langsam, und die Fehlerrate war 1“.1 Nachgang pro 24 Std.

Am 5. November nahm ich den Zeitmesser mit zu Mr. Bayley am Observatorium in Portsmouth, und am 10. wurde ein Vorgehen von 1“.89 gegenüber GMT festgestellt und die Fehlerrate lag bei 1“.8 Vorgang pro Tag. Aber von hier bis zum 28. schwankte es sehr stark und war sehr empfindlich gegen Hitze oder Kälte und ich nahm ihn jetzt an Bord mit einem Fehler von 1′29″.70 zu schnell für GMT und einer Fehlerrate von 6“.4 Vorgehen pro 24 Std.

Als Erklärung für die Art meiner Aufzeichnungen über die Reise sei gesagt, wolkiges Wetter ist wenn die Sonne nicht, oder nur sehr selten zu sehen ist.

Schönes Wetter ist, locker bewölktes Wetter wenn die Sonne regelmäßig zu sehen ist.

Klares Wetter ist, wenn der Himmel im Großen und Ganzen klar und angenehm ist, bis auf wenig Wolken und nicht windig.

Diesig mag zum einen oder anderen hinzugefügt sein, und dann versteht sich die Sichtweite nicht so ausgedehnt wie zu anderen Zeiten. Alle anderen Ausdrücke bezüglich des Wetters, werden generell ohne Fehler verstanden.

Es werden immer drei Spalten der Längengrade geführt, die erste D.R. was bedeutet „dead reckoning“ (blind geschätzt) oder geschätzt vom letzten aufgezeichneten Ort. Die zweite ist T.K. oder (a) Long. durch den Zeitmesser von der nahesten Beobachtung; und die letzte ergibt sich aus der Mondbeobachtung notiert ab und zu unter Einbeziehung der Differenz von Längengraden die von Tag zu Tag durch den Zeitmesser ermittelt wurden und ist gekennzeichnet mit L. & T.K. stehend für Lunar & Time Keeper.

Das Log wird immer im Verhältnis von 50 Fuß zu 30 Zeitsekunden geführt und die mittlere Höhe des Auges über dem Meeresspiegel ist gleich 3’18’’ zusammen mit der Deklination der Mitte der Sonnenscheibe, entsprechend der jeweiligen Breitengrade, werden alle Längengrade ermittelt.

Alle Mondbeobachtungen werden zu einer zusammengefasst mit Hilfe des Zeitmessers und aller Instrumente die ich jedes Mal benutze sind, (b) ein 10tel Zoll und (c) ein 14tel Zoll des Ramsdens Sextants , und (d) ein 12tel Zoll des Troughtons die ich alle als besonders perfekt ansehe. Es ist ebenfalls zu bemerken, dass immer wenn ein Punkt Land auf dem Breitengrad oder der Parallele beobachtet wird, die Zeit ab Mittag (12 Uhr) exakt benannt wird, damit seine Lage genauer ermittelt werden kann.

Die Beobachtung bezüglich der Kompassabweichung wird immer am Kompasshaus vorgenommen, und durch den Sonnenschatten durch das jeweilige Ende des Visiers abgelesen. So ergeben sich zwei Beobachtungen von jedem Kompass was bedeutet, dass der konstruktionsbedingte Instrumentenfehler korrigiert wird. Es gibt zwei Adams’s Kompasse, einer wird mit A. der andere mit B. bezeichnet und die Rückwärts Beobachtung wird Turned genannt. (a) Immer ermittelt durch den zuletzt festgestellten Wert am letzten Hafen. (b) Bezeichnet B. (c) Bezeichnet C. (d) Bezeichnet H.

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(Logbuch 1. Dezember 1787)

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